Tierschutz Euskirchen e.V.
 

Nun ist es schon über ein Vierteljahr her, seit Pucky und Filou bei uns eingezogen sind. Deshalb wollte ich mich mit einem kleinen Bericht über das werte Befinden der Kumpelinen melden.
 
Obwohl Filou manchmal etwas tüdelich ist, gehört sie noch lange nicht zum "alten Eisen". Wenn Pucky die Küchenschränke inspiziert, muss es Filou natürlich noch einmal kontrollieren. Auch sonst meint sie, Pucky ab und zu jagen und ihr eins hinter die Ohren geben zu müssen. Pucky schimpft dann immer ...
 
Hier noch eine kleine Episode aus dem Leben ihrer ehemaligen Schützlinge, geschildert aus Sicht von Pucky. Es ist der Text, der wieder in einem kleinen Büchlein festgehalten wird.

 


 
Spielregeln
Wie überall im Leben, gibt es auch bei uns gewisse Spielregeln, an die man sich halten soll.
Tut man das nicht, gibt es Ärger.
 
Zwischen uns Katzen war ganz genau festgelegt, wer wann das Vorrecht auf einen kuscheligen Platz im Bett hat.
Bis zum späten Abend war es Filou, dann kam eine Zeit zur freien Verfügung, hier konnten die Menschen auch mal alleine im Bett sein, mussten es aber nicht, und dann in den frühen Morgenstunden, so gegen vier, kam meine Zeit.
Filou kam dann erst wieder so gegen halb sechs ins Schlafzimmer, um ihren Weckdienst wahrzunehmen.
 
Doch diesmal kam Filou schon um halb vier ins Schlafzimmer. Ich hatte es mir gerade gemütlich gemacht.
Okay, ich war etwas zu früh.
Ich habe gebrummt.
Sie hat gefaucht.
Was soll ich sagen, ein Wort gab das andere.
Das Geschrei war groß.
Dann haben wir uns geprügelt.
 
Das blieb nicht ohne Spuren.
Unsere Menschen waren von Null (Tiefschlaf) auf 180 (hektischer Versuch uns Kampfkatzen zu trennen).
Anschließend war ihnen, glaub ich, etwas schwindelig, weil sie zu schnell aufgestanden sind. Ihr Kreislauf schwächelte wohl etwas.
 
Wer von uns beiden im Recht war, konnte zu der frühen Stunde nicht abschließend geklärt werden.
Wir haben erst mal auf weitere Diskussionen verzichtet. Kommen aber darauf bestimmt noch einmal zurück.
Bis dahin heißt es Waffenstillstand.
Wie stabil der ist, lässt sich schwer sagen.
 
Auch im Zusammenleben mit unseren Menschen gibt es gewisse Spielregeln, die eingehalten werden sollten.
Tut man das nicht, gibt es Ärger.
Aber wir prügeln uns natürlich nicht.
 
Manche Spielregeln sind aber nicht wirklich einzusehen.
Warum darf ich nicht auf dem Tisch sitzen, wenn ich von dort doch den besten Blick über das Zimmer habe?
Warum darf ich nicht aus Filou's Schüsselchen fressen, wenn meins doch schon leer ist?
Warum will meine Menschin mich unbedingt trocken rubbeln, wenn ich pitschnass von draußen rein komme?
Ich mag das nicht.
Und wenn ich erst mal durch die ganze Wohnung gelaufen bin und es mir auf dem Sofa oder vielleicht sogar im Bett gemütlich gemacht habe, bin ich eh schon fast trocken.
Wofür also ein blödes Handtuch?

 


 
Alles in allem klappt das Zusammenlegen aber ganz gut. Wir genießen unsere Freiheit.